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Den Umzug richtig planen


Ein Umzug ist meist mehr Arbeit als man denkt: Verträge, An- und Abmeldungen wollen unterschrieben und rechtzeitig verschickt, Kisten gepackt, der Umzugswagen bestellt werden... Um hier nicht den Überblick zu verlieren, ist eine gute Planung das A und O.

Nützlicher Tipp vorweg: Sie können online einen persönlichen Umzugskalender anlegen, in dem die wichtigsten Termine und Fristen schon vorgemerkt sind und der Sie auf Wunsch per Mail an alle Erledigungen erinnert.

Drei bis vier Wochen vor dem Umzug

Beginnen Sie spätestens drei bis vier Wochen vor dem Umzugstermin mit Ihrer konkreten Planung. Es lohnt sich, so früh wie möglich Umzugsfirmen und Handwerker zu kontaktieren und Angebote einzuholen – frühes Buchen bedeutet oft bessere Preise! Im Internet können Sie kostenlos Angebote von Umzugsunternehmen und regionalen Handwerkern einholen.
Ansonsten steht in dieser frühen Phase vor allem „Papierkram“ an: Die vertraglichen Dinge wollen geregelt werden. An erster Stelle steht hier der Mietvertrag. Sobald Sie Ihren neuen Mietvertrag unterschrieben haben, können Sie den alten kündigen – am besten tun Sie das per Einschreiben, damit es keine Missverständnisse gibt. Im Zuge der Kündigung sollten Sie dann auch klären, ob Sie verpflichtet sind, in Ihrer alten Wohnung Renovierungsarbeiten, die so genannten "Schönheitsreparaturen", zu erledigen. Meist gibt es hierzu einen Absatz im Mietvertrag, es lohnt sich aber in jedem Fall, sich hierzu beim Mieterverein beraten zu lassen, denn das Mietrecht hat sich in den vergangenen Jahren geändert, und manche Regelungen sind heute nicht mehr gültig. Bei Ihrem Wohnungsübergabetermin sollten Sie – in der alten wie auch in der neuen Wohnung – sicherstellen, dass ein ordentliches Übergabeprotokoll angefertigt wird, das beide Parteien am Ende unterschreiben.

Praktisch: Online gibt es zahlreiche Formulare für wichtige Umzugsformalien, teilweise schon vorausgefüllt, die Sie nur noch herunterladen und ausdrucken müssen.

Im Geiste sollten Sie sich jetzt außerdem daran machen, Ihre neue Wohnung einzurichten: Messen Sie alle Räume aus und entscheiden Sie anhand dieser Daten, welche Möbel Sie mitnehmen und welche im neuen Zuhause keinen Platz mehr finden. Entrümpeln Sie Ihre komplette Wohnung, inklusive Keller- und Bodenräume, und informieren Sie sich über Sperrmülltermine bzw. Entsorgungsmöglichkeiten, damit Sie allen Ballast, der sowieso nicht mit umziehen soll, frühzeitig los sind.

Zwei Wochen vor dem Umzug

Jetzt können Sie sich langsam um alle anstehenden An-, Ab- und Ummeldungen kümmern: Telefon, Gas, Strom, Internetzugang – aber auch Vereine und Verbände, in denen Sie Ihre Mitgliedschaft aufgrund Ihres Umzuges kündigen müssen. Beim Einwohnermeldeamt können Sie sich jetzt ebenfalls ummelden. Wenn Sie Kinder haben, müssen Sie diese in der neuen Schule / dem neuen Kindergarten anmelden. Um hier nicht den Überblick zu verlieren, können Sie im Internet bequem vorgefertigte Checklisten und Kündigungsschreiben kostenlos herunterladen.

Außerdem ist jetzt ein guter Zeitpunkt, sich um Umzugshelfer zu kümmern und Freunden, der Familie und Bekannten den genauen Umzugstermin mitzuteilen.

Eine Woche vor dem Umzug

Nun ist die Zeit zum Packen der Umzugskartons gekommen: Beginnen Sie mit den Dingen, die Sie am wenigsten benötigen, z.B. Bücher und CDs, und arbeiten Sie sich langsam vor, bis wirklich nur noch das, was Sie täglich brauchen, nicht in Kartons verstaut ist. Achten Sie darauf, dass Sie die Kartons gut beschriften. Sinnvoll ist auch ein Farbsystem: Ordnen Sie jedem Raum in der neuen Wohnung eine bestimmte Farbe zu und kennzeichnen Sie Ihre Umzugskartons dann dementsprechend. Das erspart Ihren Helfern am Umzugstag viel Koordinationsarbeit und ist für Sie beim Auspacken eine große Erleichterung.

Haken Sie jetzt noch einmal bei Ihren Umzugshelfern nach – und stellen Sie sicher, dass Kinder und Haustiere am Umzugstag versorgt sind. Sollte die Frage nach einem Babysitter für den Umzug noch nicht geklärt sein, finden Sie kurzfristig in Onlineverzeichnissen seriöse, geprüfte Babysitter.

Kurz vor dem Umzug: Endspurt

Für den Umzugstag packen Sie Dokumente und Wertsachen in eine gesonderte Tasche, die Sie am besten selbst mit dem Auto transportieren. Auch eine gut ausgestattet Werkzeugkiste sollte griffbereit sein, ebenso ein Erste-Hilfe-Koffer. Wenn Sie selbst für die Verpflegung Ihrer Umzugshelfer sorgen, kaufen Sie jetzt die Zutaten für die Umzugs-Snacks ein und bereiten Sie diese vor.

Dann kann es losgehen: Mit der richtigen Planung müsste der eigentliche Umzug ja nun ein Kinderspiel sein.

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